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Familienferien sind für touristische Leistungsträger ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Für Hoteliers stellen Familien sogar das wichtigste Gästesegment dar, so Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus.

Rund Dreiviertel aller Stammgäste sind Familien. In den Bergen fällt im Sommer jede zweite Übernachtung auf dieses Segment. Das Geschäft ist auch strategisch zentral, weil die Touristiker hoffen, dass die Kinder später zu Stammgästen werden. Lange ging man davon aus, dass Familien nur über ein beschränktes Budget verfügen. Eine Studie von Schweiz Tourismus belegt aber, dass dem nicht so ist. 250 Franken oder mehr gibt jeder siebte Familiengast pro Tag aus. Neben Familienmitgliedern, die geerbt haben, gehören dazu auch Gruppen, die mit vermögenden Grosseltern anreisen und natürlich Neureiche. So erklärt sich dann auch die Tatsache, dass fast zwei Drittel der familienfreundlichen Hotels im 4- oder 5-Sterne-Bereich angesiedelt sind. Die Gäste schätzen den hohen Standard. Auf Familienferien ausgelegte Werbekampagnen laufen auch im Ausland, aktuell vor allem in den Niederlanden, Belgien und in den Golfstaaten.

Ferien in der Heimat
Die einfachste Art mit der Famile zu reisen ist im eigenen Land Urlaub zu machen
In der Schweiz kommen aber auch weniger Gutbetuchte auf ihre Kosten. Schweiz Tourismus untermauert diese Aussage mit über 80 Angeboten, die preislich sehr attraktiv sind.

Viele von ihnen liegen in zertifizierten «Familienwillkommen-Destinationen», wo es fast 30 «KidsHotels» gibt. Diese Familienhotels müssen bestimmte Kriterien erfüllen. So darf der Gast unter anderem einen Kindersitz oder eine Spielecke erwarten. Familienfreundlich positionieren will sich auch die Schweizer Parahotellerie, die im internationalen Vergleich gut entwickelt ist. Zur Parahotellerie gehören Jugendherbergen, Bed&Breakfasts, der Agrotourismus, Ferienwohnungen und die Reka-Feriendörfer.

Die Parahotellerie in der Schweiz gibt sich selbstbewusst und modern. Schätzungsweise fallen jedes Jahr ca. 35 Millionen Logiernächte auf die Parahotellerie. Für diesen Zweig des Tourismus erfasst das Bundesamt für Statistik, anders als in der klassischen Hotellerie, keine Statistiken. Bei Familien sind Angebote der Parahotellerie beliebt. In einer Jugendherberge zu übernachten, liegt genau so im Trend wie Ferien auf dem Bauernhof. Tagsüber mit Geissen, Ziegen und Hühnern spielen und abends mit den Eltern im Stroh übernachten – das ist für viele Kinder aufregender als Badeferien am Meer. Wie viel die Schweiz für Familien zu bieten hat, zeigt eine von Schweiz Tourismus entwickelte App, die in Zusammenarbeit mit Swisscom entstanden ist.

Auf den User der App warten über 1000 Schweizer Ausflugstipps. Aufgrund von vorab definierten Kriterien liefert die App “Family Trips” individuelle Familienerlebnisse. Diese reichen von Eiswelten, Wasserspielplätzen und Klettersteigen bis hin zum Schmugglermuseum in Gandria. Neben dem verspielten und modernen Design überzeugt auch die Individualisierbarkeit der App. So können Attraktionen nach verschiedenen Parametern und Kategorien wie Standort, Natur, Schlechtwetter, Bewegungsdrang, verfügbare Zeit oder Alter gefiltert werden. Allgemein lässt sich festhalten, dass spontane Reisen und Freizeitaktivitäten im Trend liegen. Mit dem Smartphone, genügend Datenvolumen und der passenden App in der Hand lassen sich Ferien mit Kindern schnell und einfach buchen.

Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.

– Carl Spitteler
Familienspass im In- und Ausland
Für entspannte Familienferien ist es wichtig im Voraus zu planen und die Wünsche aller einzubeziehen.
Seit jeher beliebt ist ein Urlaub im Familienhotel oder Ferien auf dem Campingplatz. Selten lassen sich alle Wünsche der Familienmitglieder so gut unter einen Hut bringen.

Um Enttäuschungen und falsche Vorstellungen zu vermeiden, lohnt sich vor der Abreise ein Realitätscheck. Der Camping-Club München hat dazu eine hilfreiche Checkliste erarbeitet, die auch für andere Formen des Reisens geeignet ist. Nachfolgend die wichtigsten Punkte: Zuallererst sollten alle Mitglieder der Familie aufschreiben, was sie in ihren Ferien unternehmen möchten. Selbst unterschiedliche Wünsche lassen sich oft gut miteinander kombinieren. Wenn Papa zum Beispiel in die Berge fahren, die Kinder aber unbedingt schwimmen möchten, lohnt sich ein Familienhotel mit Schwimmbad oder zumindest ein Bergsee, der sich in der Nähe befindet. Bereits beim Aufstellen der Wunschliste sollten Eltern genügend Zeit für die Kleinen einplanen. Es lohnt sich mit Hilfe von Websites, Broschüren und Flyern im Vorfeld herauszufinden, welche Aktivitäten und Einrichtungen am Ferienort zur Verfügung stehen. Ganz wichtig ist natürlich auch, frühzeitig die richtigen Dinge zu organisieren und einzupacken. Wenn zum Beispiel das Lieblingskuscheltier oder das Reisebettchen fehlt, sind Probleme vorprogrammiert. Schliesslich wollen sich die Kinder auch in den Ferien wie zu Hause fühlen. Wo ginge das besser als in einem Ferienhaus oder in einer Ferienwohnung? Egal ob ein urgemütliches Chalet mit Kamin, eine Wohnung direkt neben der Skipiste oder ein freistehendes Haus auf dem Land samt Umschwung: Im eigenen Zuhause geniesst man mit Kindern alle Freiheiten. Und bleibt trotzdem völlig ungestört.

Gerade in der Schweiz gibt es Ferienwohnungen für jeden Geschmack und jedes Budget. Gelungene Familienferien sind natürlich nicht nur im In- sondern auch im Ausland möglich. Für viele Familien sind Badeferien noch immer das beste Rezept gegen Alltagsstress. Das Leuchten in den Augen der Kleinen, wenn Sie im Wasser plantschen, die spontanen Schnappschüsse von lustigen Aktionen, die professionelle Kinderbetreuung, welche Mama und Papa romantische Stunden zu Zweit garantieren – Ferien am Meer mit Kind und Kegel sorgen für unvergessliche Erlebnisse. Am Mittelmeer warten u.a. Griechenland, Kroatien oder Tunesien auf Gäste. In Ägypten und am Roten Meer lässt sich auch im Winter herrlichen baden, schnorcheln und tauchen. Das gilt auch für weiter entfernte Ziele wie die Karibik, Thailand oder Australien.

Reisen mit Kindern kennt keine Grenzen
Glückliche Kinder bringt auch glückliche Eltern hervor.
Dass man Ferien mit Kindern nur in touristisch gut erschlossenen Regionen verbringen kann, ist ein Vorurteil. Mit der entsprechenden Planung lassen sich selbst die abenteuerlichsten Ziele bereisen.

Claudio und Martina Arnold haben es vorgemacht. Gemeinsam mit ihren Kindern waren sie während drei Monaten in insgesamt 15 Ländern unterwegs. Auf die Frage hin, welches Land sie sofort wieder bereisen würden, antworten die Arnolds ohne zu zögern: den Iran. Wie so oft auf Reisen waren es die Menschen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Ohne Ausnahme sei man ihnen freundlich, hilfsbereit und offen begegnet. In einem Bazar beispielsweise hat die Familie Arnold einen älteren Herrn nach dem Weg gefragt. Dieser hat sie anschliessend den Rest des Tages begleitet. Ob beim Essen oder im Museum – überall wollte er die Familie einladen. Er war einfach nur glücklich und stolz, Ausländern sein Land zu zeigen.

Die Arnolds haben sich im Vorfeld mit den Kulturen und Ländern auseinandergesetzt, die sie bereisen. Die wichtigste Voraussetzung für ein fantastisches Reiseerlebnis seien aber Begeisterungsfähigkeit, Respekt vor fremden Kulturen und Offenheit für Neues. Und auch für Familien, die mit Kindern unterwegs sind, haben sie noch einen Tipp: Zentral sei vor allem, dass man die Reiseplanung und Route gut auf die Kinder abstimmt. Ohne gegenseitiges Verständnis, Geduld und Respekt geht gar nichts. Kinder sind in der Regel sehr anpassungsfähig, offen und immer interessiert an Neuem. Wenig überraschend eigentlich, dass es dann oft auch die Eltern sind, die mit bestimmten Situationen Schwierigkeiten haben und nicht die Kinder. Diese Erkenntnis ist insbesondere für jene Eltern wertvoll, die sich Sorgen machen, dass mit Kindern nur ganz bestimmte Formen von Familienferien und Reisen möglich sind. Anstatt sich zu viele Sorgen zu machen und sich den Kopf zu zerbrechen, sollten sie gemeinsam mit ihren Kindern ihre Ferien- und Reiseträume verwirklichen. Die Welt ist zu schön, um zu Hause zu bleiben!